Gestern, am 27. Januar 2026, wurde auf Grundlage der Beschlussvorlage „Gründung eines Fachbeirats für Mädchenarbeit gemäß der Satzung für das Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln sowie Beschluss über die Geschäftsordnung“ der Fachbeirat für Mädchenarbeit einstimmig im Jugendhilfeausschuss beschlossen.
Wir sagen danke für die unterstützenden Beiträge von Dr. Ralf Heinen, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses (SPD), Dr. Petra Pinger, jugendpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen, und Attila Gümüs jugendpolitischer Sprecher DIE LINKE.
Im nächsten Schritt muss der Fachbeirat für Mädchenarbeit noch in einer Sitzung des Rates der Stadt Köln am 5. Februar 2026 beschlossen werden. Der Fachbeirat für Mädchenarbeit hat als kommunalpolitisches Gremium die Aufgabe geschlechterdifferenzierte Ansätze der Kinder- und Jugendarbeit zu verfolgen und als Mitglied mit beratender Stimme im Jugendhilfeausschuss die Interessen von Mädchen zu vertreten. Der hohe Stellenwert des Gremiums wurde durch eine Verankerung im Stadtrecht in Form der neu gefassten Satzung für das Amt für Kinder, Jugend und Familie dokumentiert.
Bis hierhin hat der gesamte Prozess 14 Jahre gedauert. Das hartnäckige Engagement der Initiative für den Fachbeirat für Mädchenarbeit (LOBBY FÜR MÄDCHEN e.V., Frauke Mahr (a.D.) und Sabine Osbelt, Handwerkerinnenhaus Köln e.V., Christiane Lehmann, Pavillon e.V., Franziska Schädlich, anyway Köln e.V., Rabea Maas) hat jetzt endlich zu dem Ergebnis geführt, dass Chancengerechtigkeit für Mädchen und junge Frauen in Köln politisch verankert wird.
Danke an die, die bislang mit uns gekämpft haben und die Verantwortung übernommen haben für eine angemessene Mädchenpolitik, insbesondere Petra Wallraff-Becker, Abteilungsleitung Kinderinteressen und Jugendförderung im Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln, die den Prozess zuletzt intensiv begleitet hat.
Gerade in Zeiten, in denen Mädchen- und Frauenrechte und Gleichstellungspolitik wieder zunehmend in Frage gestellt werden, ist dies ein genialer Erfolg, der über Köln hinaus Wirkung erzielen kann.
Drückt alle mit uns die Daumen für die nächste Ratssitzung und den endgültigen Beschluss!


